Vollgeld… oder der Staat soll´s richten!

Ja, sie hört sich in der Tat sehr verführerisch an. Die Vollgeld-Initiative in der Schweiz gewinnt mit jedem Tag der sogenannten Finanzkrise Verbündete und Förderer hinzu. Die Vollgeld-Initiative, die hier in Deutschland in ähnlicher Form unter der sogenannten Monetative um Prof. Huber einem immer breiteren Publikum bekannt wird, bietet vordergründig durchaus gute Argumente und enorme Vorteile gegenüber unserem derzeitigen System.

Die Schuldigen der Finanzkrise sind schnell ausgemacht und so soll es dem privaten Bankensystem an den Kragen, das als Verursacher allen Übels mit dem zweifellos grundsätzlich machtvollen Instrument der Geldschöpfung aus dem Nichts unmoralische Gewinne erzielt, der Spekulation Tür und Tor öffnet und somit zwangsläufig Finanzkrisen auslöst.

Die Argumente für die Einführung des Vollgeldes auf der entsprechenden Homepage gehen sodann auch gleich wirksam in den Kopf des von Sorgen und Ängsten geplagten Lesers, dem von den Medien wirkungsvoll eingeredet wird, dass das private Bankensystem Teufelszeug ist und die Geldschöpfung doch nun bitte in staatliche Hände gehört (wo es im Übrigen längst ist).

Grundsätzlich ist es in der Tat so, dass viele Bankiers schon vor Jahrhunderten Mittel und Wege fanden, Ihre Kunden zu benachteiligen. Es hat zwar mit der Bank von Amsterdam auch positive Beispiele gegeben, aber sie sind bis heute selten. Das Grundübel liegt darin, dass Banken nicht zwischen einer Einlage, für die vom Einleger ein Zins oder eine Gebühr zu zahlen ist und die Einlage grundsätzlich nur zur sicheren Aufbewahrung und im Eigentum des Einlegers d99hinterlegt wird und der Tatsache, dass Ersparnisse gegen einen Risikozins an andere Marktteilnehmer verliehen werden, unterscheiden. Es kommt zu einem Missbrauch der Rechtsgrundlagen und dieses Argument der Vollgeldanhänger ist ohne jeden Zweifel überaus angebracht.

Da Banken grundsätzlich „Geld aus dem Nichts“ schaffen können, weil sie nur eine Mindestreserve halten müssen, ist in wirtschaftlichen Aufschwungzeiten in der Tat ein großes Problem, wie man das sehr schön in Spanien mit der Immobilienblase gesehen hat. Grundsätzlich verleiht die Bank jedoch kein Geld, wenn nicht entsprechende Sicherheit hinterlegt und davon ausgegangen werden kann, dass das Geld vereinbarungsgemäß mit Zins zurückgezahlt wird. Denkt man an die Zeit des „Wirtschaftswunders“ in den 50er Jahren zurück, so wird schnell klar, dass Kredite, die kluge Investitionen möglich machen, durchaus sinnvoll sind.

Die Vollgeld-Initiative sieht in dieser Geldmengenausweitung der privaten Banken DIE große Problematik und fordert, dass nur noch die Nationalbank oder hier in Deutschland eine „vierte Gewalt“- die Monetative – darüber die Macht und die Entscheidungsgewalt haben soll, wieviel Geld geschöpft werden soll.

Bei all diesen Forderungen wird konsequent ignoriert, dass es ohne Zentralbanken die derzeitige Krise und andere davor gar nicht gegeben hätte. Es spricht für die etatistische Dressur der Bürger, dass sie immer noch der Überzeugung sind, dass staatliches Geld über Zentralbanken oder Notenbanken für Stabilität sorgen. Die Liquidität, die massenhaft in die Märkte geströmt ist, haben die Zentralbanken zu verantworten, die Geschäftsbanken haben davon lediglich enorm profitiert. Die Finanzierung der Schulden, deren Ursache in den nicht mehr bezahlbaren Wohlfahrtsstaaten zu finden ist, ist zur Hauptaufgabe der Zentralbanken geworden. Die D-Mark, die unter Aufsicht der deutschen Bundesbank angeblich stabil war, hat zwischen 1948 und der Einführung des Euro rund 85 Prozent ihres Wertes verloren. Es war schon immer so, dass Regierungen Geld zu ihrem eigenen Zweck missbraucht haben. Dass eine Notenbank mit dem Monopol der Geldschöpfung oder auch eine „vierte Gewalt“ nun urplötzlich die Moral neu entdecken, ist eine gefährliche Utopie. Die Menschen werden so in eine noch größere Abhängigkeit getrieben, indem sie vom Staat (der aus Menschen besteht) oder einer sonstigen Institution (die aus Menschen besteht) noch abhängiger werden als sie es ohnehin schon sind.

In einer nachvollziehbaren Wut auf die Kasinomentalität der Banken ist das ein oder andere Argument der Vollgeldbefürworter durchaus nachvollziehbar, man darf aber in keinem Fall Ursache und Wirkung verwechseln.
Dass eine Behörde genau feststellen kann, was die optimale Geldmenge ist, bezeichnete schon Friedrich August von Hayek als Anmaßung von Wissen und stellte klar, dass nur der Markt, also die miteinander im Handel stehenden Menschen, darüber entscheiden können, was optimal ist.

Die Vollgeld-Initiative basiert auf der gleichen Kunstwährung wie dies derzeit der Fall ist; mit der Forderung, dass das Geld ausschließlich von der Notenbank oder wie in Deutschland durch die „vierte Macht“ geschöpft und dann zinslos der Regierung überlassen wird, die es durch öffentliche Ausgaben in Umlauf bringt, sind wir inmitten einer Voodoo-Ökonomie, die nur eines kennen kann: Die permanente Geldentwertung.

 

Dieser Artikel erschien zunächst in der „Jungen Freiheit“.
Bildquelle: Frank Ulbricht / pixelio.de


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13 Kommentare

  • Antworten Juli 9, 2014

    Valentin Kohlenkampf

    Wenn ich oben schrieb, dass es „JETZT erste einmal abwärts gehen muss“, so meine ich nicht, dass es uns allen zu gut geht. Eher muss sich die Wirtschaft adjustieren und die Bereiche wegschrumpfen, die durch Misswirtschaft (staatliche Eingriffe) entstanden sind.

  • Antworten Juli 7, 2014

    Valentin Kohlenkampf

    Gerne habe ich Ihnen geantwortet und freue mich sehr über Ihre Reaktion. Da Sie mir nicht widersprochen haben, scheine ich logisch argumentiert zu haben. Auch ist Ihre Antwort keineswegs „zu spät“. Wir sind ja hier keine dreijährigen iPhoneabhängigen, die alle zwei Minuten schauen, ob schon jemand was Neues gepostet hat. Ich danke Ihnen überhaupt für die Aufforderung, sich mit dem Thema zu befassen, da ich beim Recherchieren und das anschließenden in eigene Worte fassen einiges gelernt habe. Es tut auch gut, einmal mit neuen Standpunkten (wie dem des Vollgeldes) konfrontiert zu werden, denn nur so lässt, sich ja das Wissen der Austrians anwenden und ihre Theorien überprüfen. Wer weiß, vielleicht finde ich in einiger Zeit heraus, dass Huber doch Recht hat. Die Lehre der Austrians hat ja die Ungewissheit um das zukünftige eigene Wissen in ihrem Kern.

    Zu 1:

    Zu behaupten, „die Möglichkeit eines Goldstandards sei empirisch falsifiziert“ ist ein dreifacher Irrtum Hubers.

    1. sprechen die relativ ruhigen (und langen) Zeiten des Goldstandards ebenso für sich wie die unruhigen Zeiten des staatlichen Papiergeldes. Gerne hätte auch ich gewusst, auf welche Literatur oder Fakten er sich hierzu bezieht. Wenn der Goldstandard wirklich empirisch falsifiziert wäre, dann müsste es ja eine Tonne an empirischen Beweisen geben. Wer an dem Thema dran bleibt, sollte da bestimmt auf Theorien und Fakten stoßen.

    2. wurde, wie Murray Rothbard in seinem Werk „Americas Great Depression“ nachweist, die Depression der 30er Jahre durch ökonomische Fehlinvestion seitens der Regierung ausgelöst. Es ist zwar die politische korrekte und weitläufig gelehrte Sicht, dass der Goldstandard ein sinnvolles Eingreifen der Regierung verhindert hat, aber die Fakten sprechen eine andere Sprache. Erstens wurde die Bankenkrise Anfang der 30er Jahre ja nicht durch den Goldstandard sondern durch vorherige Miswirtschaft seitens des Staates ausgelöst. Zweitens hätten, da einer kleinen Gruppe, wie Wirtschaftspolitiker oder Zentralbänker, immer Wissen um die Zukunft sowie Information um den wirklichen Bedarf der Marktteilnehmer fehlen muss, weitere ökonomische Maßnahmen seitens der Regierung (sehr wahrscheinlich) nur weitere Miswirtschaft gebracht und so die Depression nicht verhindern können sondern verschlimmern müssen. Heute wird, ausgerechnet der Goldstandard für die Depression verantwortlich gemacht und nicht die Institutionen, die in Wirklichkeit verantwortlich sind. Da es im Übrigen heutzutage keinen Goldstandard in der westlichen Welt gibt, und die Zentralbank theoretisch so ungehindert die Wirtschaft in den „richtigen Momenten“ ankurbeln könnte, dürfte es die heutige Finanzkrise eigentlich nicht geben, zumindest müsste ihr Ausmaß müsste weniger gefährlich sein. Ist es aber nicht. Klar, Huber gibt die Schuld wieder den Kapitalisten und verlangt so den Abbau von (ökonomischer) Freiheit. Aber diese Kapitalisten konnten ihr Spiel nur innerhalb des staatlichen Monopolmarktes ausspielen, das dies erstens nicht verhindern konnte und zweitens schon in seiner Funktion gefährlich ist und Miswirtschaft schafft. Huber übersieht außerdem, dass ein Goldstandard nicht nur ein funktionierendes (weil wertgedecktes) Geldsytem ist, sondern auch ein Schutz gegen die Regierung. Ein (staatlich angeordneter) Goldstandard kann zwar kein schädliches Verhalten der Regierung verhindern, aber er zumindest in Punkto Geld dafür sorgen, dass die Steuern auch als solche wahrgenommen werden, und diese nicht in Inflation zusätzlich versteckt werden können. Man kann außerdem nicht oft genug betonen, dass die derzeitige Finanzkrise von den Austrians vorhergesehen wurde, und nicht, wie Paul Krugman, meint, „von Niemandem“. Vielleicht sollte man Ihnen langsam mal zuhören.

    3. ist die Ökonomie keine empirische Sozialwissenschaft, auch wenn dies heute weitestgehend so gelehrt wird. Sie ist eine aprioristische Handlungswissenschaft und somit in ihren Grundfesten frei von der Notwendigkeit empirischer Beweisführung (siehe Kritik der kausaIwissenschaftlichen Sozialforschung – Hans-Hermann Hoppe). Dass man ein Gut nicht noch einmal konsumieren kann, wenn es bereits konsumiert ist, dass ein Gut auf dem Markt nur nach seiner Nützlichkeit bewertet wird oder dass der Wert eines Geldes fällt, wenn man die Geldmenge erhöht, während die Gütermenge gleichbleibt, braucht nicht durch Erfahrung bestätigt zu werden. Dies sind logische Schlüsse und Apriorismen, die wir der Österreichischen Schule der Ökonomie verdanken. Selbst wenn also in der Vergangenheit der Goldstandard jedesmal destruktivere Wirkung als ein Papiergeldsystem gehabt hätte, so würde sich aus dieser Erfahrung nicht zwingend ergeben, dass dies wieder so sein muss. Anders ausgedrückt: Theoretisch kann ein Beweis nie vollständig empirisch erbracht werden. Die empirische Beweisführung Hubers ist also erkenntniswissenschaftlich schwächer als die epistomologische der Austrians.

    —–
    Zu 2:

    Nur weil “Abwärtsflexibilität unfreiwillig und mit starken Widerständen besetzt” ist, heißt das nicht, dass Aufwärtsflexibiblität nicht auch kritisch gesehen werden kann. Dieses ist ja derzeit an den enormen Summen zu sehen, die in den Finanzmarkt gepumt werden, ohne dass sich Besserung zeigt. Im Gegenteil, das bittere Ende wird noch kommen und es wird härter kommen, je länger die „Rettungen“ noch weitergehen. Die „Aufwärtsflexibilität“, genannt Subvention, in der sogenannten Energiewende führt gerade dazu, dass diese scheitert und das man Windräder mit im Ausland eingekauften Atomstrom betreibt. In- und Deflation sind zwei Seiten derselben Medaille. Man kann nicht die eine bekämpfen ohne die andere zu stärken (außer man hält sich für größenwahnsinnig, was man bei Zentralbänkern oder sonstigen Zwangsmonopolisten nie ausschließen kann). Ab- und Aufwärts ist das Gesetz des Marktes in einer Welt mit unsicherer Zukunft. Und „wessen Widerstände“ meint Huber eigentlich? Die der Elite, die nicht zugeben will, dass sie falsch gelegen hat? Die der empirisch forschenden Sozialwissenschaftler, die die Zukunft vorhersehen zu können glauben, wenn sie nur „genug“ Daten gesammelt haben? Oder die des Volkes, das nicht sieht, dass es mehr Angst vor der zukünftig (höheren) als vor der derzeitigen (noch nicht so hohen) Abwärtsflexibilität haben sollte? Die, meiner Meinung nach, größte Tat kommender Politiker wird sein, den Leuten klar zu machen, dass er JETZT erst einmal abwärst gehen muss, denn die Finanzblasen müssen irgendwo Luft ablassen. Es liegt hier aber auch die Chance. Denn nur, wenn erst einmal abwärts geschrumpf wurde, kann es gesund wieder nach oben gehen. Es ist ein leichtes, die Vorteile des freien Marktes hervorzuheben. Aber es wird Mut benötigen die Wahrheit zu sagen, denn sie tut weh.

    —–
    Zu 3:

    „Gesamtwirtschaftliche Geldmengensteuerung“ kann sinnvoll sein und muss wohl von Fall zu Fall beurteilt werden. In einer Familie treffen auch einige wenige für viele wirtschaftliche Entscheidungen, zB die Geldanlage, den Hauskauf oder die Höhe des Taschengeldes. Es wäre töricht hier wirtschaftliche Freiheit für alle Familienmitglieder oder demokratische Entscheidungen zu verlangen. Eine Familie ist, im Gegensatz zu 80 Mio. Menschen, allerdings eine überschaubare Menschenmenge. Theoretisch kann ich mir konstruktive „gesamtwirtschaftliche Geldmengensteuerung“ für alle Deutschen zwar vorstellen, aber ich halte sie für unwahrscheinlich.

    „Bei den Anhängern einer Geldausgabe durch eine staatliche Institution“ düfte der „Begriff der “Gesamtwirtschaft” generell auf die Wirtschaft bezogen sein, die innerhalb eines Staates abgewickelt wird und somit versteuert und gesteuert werden kann. So stelle ich mir das zumindest vor und ich finde es nicht besonders schwammig. Theoretisch bietet ein „Innen“ ja auch einen Schutz gegen „Außen“.

    Ihr Gedanke zu „warum Deutscher vs. Franzose oder Jugend vs. Alter“ ist gerechfertigt, wenngleich ich zu bedenken gebe, dass, begreift man sich als freier Mensch und räumt somit auch anderen ein, freie und souveräne Entscheidungen zu treffen, man nicht einem Franzosen vorschreiben kann, ob er Franzose zu sein hat oder nicht und wie sich diese Franzosen dann auf ihrem Markt verhalten sollten. Aber auch ich würde mich viel lieber einer interessengeleiteten „Schicksalsgemeinschaft“ zurechnen als durch irgendwelche zufälligen aber außerhalb meiner Entscheidungsgewalt liegenden Ergeignisse mit einer Menschengruppe auf Gedeih und Verderb zusammen geworfen werden. Was kann ich dafür, dass ich in Deutschland geboren bin? Ob ich aber Frieden statt Krieg bevorzuge, also das Leben und Eigentum anderer respektiere, dafür kann ich etwas. Ich wurde nie gefragt, ob ich einem Ostfriesen aber keinem Belgier einen Mindestlohn zahlen will, kann aber entscheiden, ob ich eine Hose von einem Menschen kaufe, der sie unter zumutbaren Umständen oder Sklavenarbeit hergestellt hat. Gerade weil ich viel lieber mit Menschen zu tun haben will, die mein Eigentum respektieren, würde ich mir meinen (wirtschaftlichen) Umgang viel lieber nach meinen persönlichen Kriterien aussuchen, als mit jemandem zusammen arbeiten zu müssen, dessen Wertvorstellungen ich nicht teile. Gerade weil diese natürliche Ordnung ohne Staat oder ein Minimalstaat dieses zuließe, sind die Theorien der Austrians sehr interessant. Ihr vorzuwerfen „historischen Fakten zu ignorieren“ halte ich für falsch. Sie sind meines Erachtens nicht nur die Einzigen, die auf einer nachvollziehbaren ökonomischen Logik aufbauen, sondern auch diejenigen die die historischen Fakten am besten aufgearbeitet und aus ihnen gelernt haben und der Historie somit die größte Ehre erweisen.

  • Antworten Juni 27, 2014

    Dirk Baumeister

    Ich möchte mich zunächst dafür entschuldigen, dass ich erst jetzt auf die Antworten zu meiner Nachfrage reagiere.
    Sodann danke ich allen, die sich die Zeit genommen haben, mir zu antworten, insbesondere Herrn Kohlenkampf für die ausführliche Kritik der Artikel von Herrn Huber. Ebenso danke ich Frau Kablitz für die überarbeitete Fassung dieses Artikels auf der Homepage des Mises-Insituts Deutschland (http://www.misesde.org/?p=8108).

    Ich selbst möchte zu den Ausführungen von Herrn Huber noch drei Anmerkungen machen:
    1. Wirtschaftsgeschichte: Mir scheint es so, dass Herr Huber der Österreichischen Schule vorwirt, die historischen Fakten zu ignorieren. Ich verstehe ihn so, dass er behauptet, die möglichkeit eines harten Goldstandarts, sowie des Free-Banking seien empirisch falsifiziert. Leider fehlen seinen Artikeln jegliche Quellenangaben, die diese Baehauptung belegen könnten. Dies ist inisoweit zu entschuldigen, als es sich bei Internet-Artikeln ja nicht unbedingt um akademische Abhandlungen handelt. Es ist schließlich auch von der anderen Seite (z.B. hier) nicht jeder Artikel mit Quellenangaben versehen. (Wenn jemand Quellen zu eben jenem Thema kennt, wäre ich erfreut diese kennenlernen zu dürfen). Darüberhinas bleibt aber auch noch die Frage, inwieweit das (für die Naturwissenschaften unzweifelhaft bedeutsame) Kriterium der Falsifizierbarkeit auf eine Geselschaftswissenschaft wie die Ökonomik anwendbar ist angesichts der Tatsache, dass man, soll der Begriff der Freiheit überhaupt irgendeinen Sinn haben, Menschen grundsätzlich die Fähigkeit zugestehen muss, ihr Verhalten zu veränderen.
    2. Verhaltenökonomik: Es mag sein, dass, wie Huber schreibt, „Abwärtsflexibilität unfreiwillig und mit starken Widerständen besetzt“ ist (im Artikel zu Huerta de Soto). Allerdings sehe ich darin kein Argument für das Vollgeld und gegen das Marktgeld. Die Existenz von Marktgeld schließt ja beispielsweise keineswegs die Möglichkeit aus, sich seinen Lohn in einem leicht inflationierenden Geld auszahlen zu lassen, mit dem nominale Lohnerhöhungen möglich sind. Außerdem steigt in der Gesellschaft das Bewusstsein für den Unterschied zwischen Nominal- und Reallohn, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit erhöhen dürfte, dass eben auch mal dieser umgekehrte Weg (Reallohnsteigerung durch geringere Lohn- als Preisdeflation) ins Auge gefasst wird. In der Bundesrepublik kommt noch dazu, dass die bei einer Deflation für die Unterhemen zur Kostensenkung evtl. notwendigen Bruttolohnsenkungen aufgrund der Steuerprogression gar nicht voll auf den Nettolohn durchschlagen (umgekehrte kalte Progression). Grundsätzlich muss gesagt werden, dass ein als typisch beobachtetes menschliches Verhalten kein Argument für die Einrichtung einer Monopolinstanz ist, schon gar nicht, wenn die Gefahr besteht, dass eben dieses Verhalten zu lasten der Menschen ausgenutzt wird.
    3. Gesamtwirtschaftliche Geldmengensteuerung: Die Sache klingt ganz einfach: Die zuständige Behörde versucht anhand der Beobschtung der Entwichlungen verschiedener Preise in der Gesamtwirtschaft die Geldmenge zu optimieren. Nur spricht auch das keineswegs für den Vollgeld- und gegen den Marktgeldansatz. Denn grundsätzlich werden auch die Zahlungsmittel ausgebenden Emissionsbanken wohl nicht viel anders verfahren (das Bereitstellen von sog. Warenreservewährungen setzt zum optimalen Funktionieren auch eine sorgfältige Beobachtung der Gesamtwirtschaft voraus), mit dem entscheidenden Unterschied, dass hier verschieden Anbieter in Konkurrenz zueinander stehen. Noch bedeutender finde ich persönlich aber noch folgenden Aspekt: Bei keinem Anhänger einer Geldausgabe durch eine staatliche Institution habe ich bisher eine kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Gesamtwirtschaft“ gefunden. Ich möchte hier selbst keine eigene Definition abgeben, als vielmehr die Ansicht vertreten, dass dieser Begriff einfach zu schwammig für die Entwicklung gehaltvoller Geldtheorien ist. Insbesondere sein Inhalt (und damit die Grenzen dessen, worauf er anwendbar ist) wird kaum ernsthaft hinterfagt. Im Rahmen der Gelddebatte wird allenfalls sein Umfang diskutiert (Euro vs. D-Mark). Die m.E. weitaus interessantere Überlegung, „Gesamtwirtschaft“ mal nicht über staatliche Einflussbereiche (BRD, EU) sondern anhand anderer Kriterien zu definieren, ist mir bisher nirgens begegnet. Wenn wir also mal annehmen, dass wirklich für unterschiedliche „Gesamtwirtschaten“ unterschiedliche Währungen optimal sind, warum muss die Unterscheidung dann z.B. Deutscher vs. Franzose heißen? Warum nicht Christ vs. Moslem, Akademiker vs. Handwerker, Jugend vs. Alter, Mann vs. Frau? Keine der genannten Grenzziehungen erscheint mir willkürlicher als die übliche. Auch aus diesem Grund bin ich ein Anhänger der Marktwirtschaft (inkl. Marktgeld) und lobe mir die Österreicher: Sie haben solche Schwammigkeiten nicht nötig. Sie betrachten lieber das menschliche Individuum als irgendwelche nach Belieben zusammengestellten Gruppen. (Sie sind halt, wenn ich den Sinn dieser Wort richtig verstehe, Mikro- statt Makroökonomen.)

    Soweit meine eigenen Gedanken zum Vollgeld und zu Herrn Huber. Über weitere Reaktionen wäre ich sehr erfreut.

  • Antworten Juni 14, 2014

    Valentin Kohlenkampf

    Eines fiel mir noch auf:

    Laut Huber „liegt der Wert eines Geldes nicht im Geld an sich“. Seiner Vorstellung nach wäre das beste Geldmittel aber nicht wertgedecktes Geld sondern von einer Zentralbank herausgegebenen Papiergeld, dessen Wert alleine durch die Höhe seiner Menge festgelegt werden wird und ständig verändert werden kann. Gleichzeitig behauptet er, eine „wachsende Wirtschaft benötigte eine wachsende Geldmenge“.

    Wenn es aber auf die Geldmenge nicht ankommt, wieso muss eine Zentralbank dann die Geldmenge ständig anpassen können?

  • Antworten Juni 13, 2014

    FDominicus

    Wir brauchen zwei Änderungen.
    – Ein Marktgeld
    – Banken die Sichteinlagen zur Aufbwahung als Anderkonten führen dürfen

    Meinetwegen sollen die Staatsgläubigen ihr Fiat-Geld behalten. Es muß aber für jeden „drin“ sein eine Alternative zu wählen. Ich persönlich favorisiere aus verschiedenen Gründen Gold und Silber als Geld. Aber ALLES was Zentralbanken und Banken nicht beliebig vermehren können tut genauso gut.

    Das mit den Banken ist einfach ein Problem des Schutzes der Banken gegen deren betrügerisches Vorgehen. Ein anderes schwächeres Wort als Betrug tut hier nicht. Es kann etwas verliehen werden auf das der Sichtlagenhalter einen ganz klaren Anspruch hat. Es kann nicht sein, daß das Geld gleichzeitig verliehen und auf dem Konto ist.

    Insgesamt ist das Problem aber jemanden damit zu beauftragen Geld zu schützen, der am Meisten davon profitiert wenn es inflationiert wird. Hier dem Staat den kleinen Finger zu reichen kostet früher oder später den Arm und dann das Leben.

    Die Alternative überall wäre Markt vs kein Markt und jeder kann sich in dem Bereich bewegen dem er mehr traut. Ich wüßte ziemlich genau wem ich mehr vertraute….

  • Antworten Juni 12, 2014

    Valentin Kohlenkampf

    So, die zweite und letzte:

    Wie gesagt, es geht um “Free Banking und Goldstandard” von Hohepriester Huber. Ich habe mir beim Lesen Stichpunkt zu seinen Ungereimheiten gemacht und arbeite die einfach ab, denn mehr hat er anhand fehlender Sachkenntnis, fehlender Beispiele aus der Realität und fehlenden Quellenangaben für seine Behauptungen nicht verdient.

    Huber nennt „Free-Banking“ ein „ultraliberales Gegenprogramm zum Vollgeldprogramm“. Er scheint „ultra“ als Schimpfwort zu benutzen, denn es klingt irgendwie nach „Radikalität“ und so anrüchig. Warum sollte man aber nicht nach absoluten Wahrheiten suchen oder oder ein System errichten wollen, welches sich auf absolute Moralhaftigkeit und wissenschaftlich sinnvolle ökonomische Grundsätze beruft? Das Wort „radikal“ kommt vom lateinischen Wort „radix“ für Wurzel und bedeutet theoretisch, dass jemand veruscht, die Wurzel allen Übels zu ergründen. Seine Vollgeldreform hält er für „die Höhe der Zeit“ und sie ist selbst eine radikale, eher jedoch absolutistische Methode.

    Er wirft der Österreichischen Schule der Ökonomie vor, dass in ihre „keine Einmütigkeit herrscht“. Das Kompliment dürfte sie gerne annehmen, denn schließlich beweist es, dass in ihr verschiedene Meinungen zu Wort kommen und, im positiven Sinne, gestritten wird. Dass sich Huber auf Hayek bezieht, beweist, wie weit er ihren aktuellen Thesen hinterher hinkt. Denn Radikalos wie Rothbard haben Hayeks Werke zum Teil als schwach abgestempelt und die heutige Debatte ist zB mit Hans-Hermann Hoppe schon viel weiter.

    Huber unterstellt ein „ideologisches Zerrbild und eine realitätsferne Idealisierung der Märkte“. Es ist richtig: Die Austrians halten den Markt freier Menschen für die fairste Lösung und begründen dies mit moralischen Grundsätzen (Hoppe) und ökonimsch guten Aussichten (Mises). Nach Hubers Meinung wird die „Notwendigkeit staatlicher Ordnungsfunktionen im Geld- und Finanzwesen geleugnet“. Leugnen kann man meiner Meinung nach nur eine Religion. Wissenschaftliche Thesen kann man nur bestreiten oder widerlegen. Dass der Kommunismus gescheitert ist, belegt die Geschichte. Wie der ein staatlicher Mindeslohn oder ein staatliches Geldsystem für Ungerechtigkeit (vor allem auf lange Zeit) sorgt, kann man bei Henry Hazlitt nachlesen. Ich finde es äußerst interessant, dass die meisten wohl davon ausgehen, dass, nur weil ein Staat da ist, er dann ja auch alles Mögliche machen kann. Meiner Meinung nach ist es genau so wichtig, dass der Staat darauf achtet, dass er selbst nicht für egoistische Zwecke missbraucht wird, wie dass er aktiv ins Geschehen eingreift.

    Die Einsicht der Austrians, die schädliche Wirkung der Zentralbanken sei „hinter unsere Zeit zurückgefallen“ ist kein Argument und braucht nicht widerlegt zu werden. Theoretisch entspricht Sklaverei auch nicht mehr den Zeitgeist, aber der Staat macht mit seinem Monopol auf Gewalt und Monopol auf freie Preisgestaltung genau das aus jedem seiner Bürger.

    Laut Huber haben die Zentralbanken quasi versagt, indem sie den Geschäftsbanken fast unbegrenzte Möglichkeiten gegeben haben, Geld aus dem Nichts zu schöpfen. Ich kann weder erkennen, warum eine Zentralbank das nicht in Zukunft selbst tun wird und warum man nach dieser niederschmetternden Erkenntnis überaupt noch von einer Zentralbank schwärmen kann. Die Zentralbank ist tot, es lebe die Zentralbank!

    Huber beschreibt die Idee eines freien Marktgeldes als „niedlich, wohlmeinend und wohlwissend“ Nein, sie ist lediglich einfach zu verstehen, eine logische Konsequenz der menschlichen Natur und auf Freiheit basierend.

    Laut Huber besteht unter einer freien Geldwahl die Gefahr eines „frei schöpfbaren Zeichengeldes (fiat money). Nein, niemand wäre (auf Dauer) so blöd, nicht zu einer Bank zu wechseln, die ein besseres Geld anböte, und dieses würde sich, weil der Bedarf dannach besteht und für eine Bank Profit winkt, wenn sie dieses anbietet, auf jeden Fall entwickeln.

    Laut Huber besteht die Gefahr einer „Allokationsmacht“ der Banken. Diese ist aber durch die Kunden selbst jederzeit zu brechen und wäre wohl immer noch besser als ein Monopol durch den Staat.

    Laut Huber steht „das Privileg der Geldhoheit niemandem außer dem Staat zu“. Es ist aber nicht das Recht von Huber für mich zu sprechen, sondern er kann genau genommen nur für sich sprechen. Huber kann nicht darauf bestehen, dass er weiß, was niemandem zusteht. Es spricht für Hubes Staatsgläubig- und Blauäugigkeit, dass er nicht sehen will, dass auch eine zukünftige Zentralbank aus den selben Egoisten bestehen wird, die derzeit ihr Unwesen treiben. Wir sind nicht, auch in Zukunft nicht, der Staat, sondern immer nur wenige, die sich anmaßen für andere zu sprechen. Wenn es heute Egoisten gibt, wird es diese wahrscheinlich auch in Zukunft geben. Dies spricht eindeutig gegen ein staatliches Geldmonopol. Wie heißt dieser blöde Satz: Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht. Nun, ein ganz bischen stimmt es.

    Laut Huber „missbrauchen die Banken ihr Privileg“. Eben, in unserem derzeitigen schlechten System ist es kein Wunder, dass sie ihr Privileg überhaupt missbrauchen können und er gibt keine Lösung des Problems an, wie in Zukunft zu verhindern ist, dass eine Zentralbank ihr Privileg nicht auch missbrauchen wird.

    Huber hält es für möglich, dass nach Auflösung des staatlichen Geldmonopols „hunderte von Banken-Kirchturmwährungen“ entstehen. 1. So what! Lieber hundert kleine Währungen, die sich die Waage halten und um Kunden buhlen müssen als ein großer Währungsbereich, der bei eventuellem Scheitern alle mit in den Abgrund zieht. 2. Der Drang mit anderen zu handeln würde auf kurz oder lang sowieso ein gemeinsames Geldmittel fördern, da dies Kosten und Zeit für jeden spart. Die Existenz von vielen hunderten Kleinwährungen wäre wahrscheinlich nur von kurzer Zeit und durchsetzen würde sich das beste System, weil ihm am meisten Menschen vertrauen. Dass nach Huber „am Ende eine Hand von Megabanken den Geldmarkt unter Kontrolle hat“ ist eine nicht anmaßende Zumutung von Wissen, die er nicht haben kann. Zudem ist zu erwähnen, dass eine Megabank, sollte sie gute Arbeit machen, an sich nichts Schlechts sein muss. Eine Megazentranlbank mir jedenfalls mehr Angst.

    Laut Huber müssen wir Angst vor „wiederkehrendem Marktversagen, Finanzgüter-Inflation, Blasenbildung und Überschuldungskrisen“ haben. Er versteht nicht, dass der Staat heutzutage hauptsächlich durch Umverteilung, das Bestrafen von Sparen und falschen Investitionsanreizen an den Krisen Schuld ist. Der Staat löst schlechte Politik durch noch mehr schlechte Politik. Auf einem freien Markt hingegen gehört Versagen zum System, wie es zur menschlichen Natur gehört. Versagen würden lediglich diejenigen, die schlecht investiert oder gewirtschaftet haben haben, wobei niemals der ganze Markt und die ganze Gesellschaft in Mitleidenschaft gezogen werden würde. Es würde Menschen und Unternehmen vorsichtiger machen, da sich niemand mehr darauf verlassen könnte, dass er von jemand anderem „gerettet“ würde. Dies heißt natürlich nicht, dass nicht Verarmte in Zukunft auch Hilfe vom Staat für den Notfall bereitgestellt bekämen. Außerdem würde sicherlich die Spendenbereitschaft zunehmen, wenn jeder durch weniger oder keine Inflation (gerne auch durch weniger Steuern) mehr Geld hätte.

    „Free-Banking würde all jene Disfunktionen fortsetzen, die man aus der Geschichte des früheren Papiergeldes und heutigen Giralgeldes kennt“. 1. Würde man ein neues, freies System schaffen, kann sich per Definition nichts „fortsetzen“, was damit nie zu tun hatte. 2. Es ist unwahrscheinlich, dass sich auf einem freien Markt ein Papiergeldsytem etablieren würde. Sicher würde man mit Anrechtsscheinen (zB auf Gold) einkaufen, aber sie wären sachwertgedeckt.

    Huber fragt sich, „wer bei zukünftigen Krisen haftet“. Nun, es sind die, die schlecht investiert haben. Dadurch werden jene belohnt, die gut investiert haben und die anderen würden sich an ihnen ein Beispiel nehmen und sie nachahmen. Banken, die systematisch das Geld ihrer Kunden verschleudern, würden vom Markt verschwinden, weil es sich rumsprechen wird, das man sein Geld dort lieber nicht hingeben dürfte. Gutes Banking hingegen würde belohnt. Ob jemand heute sein Geld verliert, weil er Bad-Banks staatlich retten darf oder in Zukunft verliert, weil er auf Bad-Banks gesetzt hat, ist doch dem egal, der sein Geld letztendlich verloren hat. Aber wenigstens würde konstruktives ökonomisches Verhalten belohnt werden.

    Laut Huber würde bei Free-Banking ein „Knappheitsanker“ fehlen und so ständig die Märkte versagen. Ich glaube, das stimmt nicht. Der Knappheitsanker wäre die Vorsicht jedes Einzelnen. Ökonomisch sinnvolles Wirtschaften selbst wäre der Mechanismus, welcher eine schlechten Bank nicht ewig viel Geld zum Verspekulieren geben würde. Sparsamkeit und Obacht würde Menschen davon abhalten, zu risikoreichen Unternehmen ihr ganzes Geld zu geben.

    Es folgt einmal wieder das Keynes Zitat, dass „Gold ein barbarisches Relikt ist“. Nun, Keynes ist für solche schwachsinnige Äußerungen bei den Austrians sowieso nicht beliebt. Gold ist genau wie Papier eine Ware und ein Rohstoff. Wieso soll der eine barbarisch sein und der andere nicht? Laut Huber ist Papier sogar ökologisch sinnvoller. Wieso? Muss Geld nicht auch hergestellt oder bearbeitet werden? Sind das Herstellen von Gelddruckmaschinen und Druckerschwärze wirklich die grüne Zukunft?

    Ich bin ziemlich enttäuscht von den Ausführungen Hubers. Auf den ersten Blick erscheinen sie sachlich, umfangreich und auf den Kern des Themas bezogen. Wo aber sind anschauliche Beispiele aus der Realitä? Wo sind Quellenangaben? Wo sind Querverweise auf Literatur? Er behauptet, die „Verhaltensökonomik habe unter mehrerlei Aspekten erläutert, dass es unter Free-Banking ein sinkendes Preisniveau nicht geben könne“. Versteht er nicht, dass bei gleichbleibender Geldmenge durch den technischen Fortschritt das Preisniveau sinken muss, vor allem wenn auch endlich die positiven Elemente des freien Marktes greifen? Auf welche Werke bezieht er sich, wenn er das behauptet. Mir macht es Lust, mich weiterhin zu informieren und auch einmal Austrian-kritische Werke zu lesen, aber Huber halte ich für argumentationsschwach. Die paar Zahlen, die er anführt, dienen lediglich dazu, zu beweisen, die schlecht das derzeitige System ist. Wenigstens darin dürften sich wohl alle einig sein.

  • Antworten Juni 12, 2014

    Valentin Kohlenkampf

    Heute Abend nehme ich mir den ersten Artikel vor: „Free Banking und Goldstandard“

    Auch hier finden sich jede Menge Vorwürfe und nicht belegte Behauptungen. Nicht einmal Beispiele oder Quellenangaben gibt es.

  • Antworten Juni 11, 2014

    Valentin Kohlenkampf

    Da ich, wie gesagt, mich selbst noch in das Thema einarbeite und nicht aus gefährlichem Halbwissen falsche Schlüsse ziehen will, versuche ich auf die Punkte zu beschränken, in denen der Text von Prof. Dr. Joseph Huber zu widerlegen ist oder unlogisch argumentiert. Gleichzeitig hoffe ich ebenso, dass, sollten mir Fehler unterlaufen, mir diese aufgezeigt werden, damit ich ebenfalls „aufgeklärt“ werde.

    Zunächst einmal lässt der Begriff „Vollgeld“ verlauten, dass dieser vollständig durch Werte gedeckt ist. Es ist richtig, staatliches Geld kann durch die realen Wirtschaftsgüter des Landes gedeckt sein. Dies System kann aber nicht verhindern, dass der Staat sich verschuldet und somit das Geld dann nicht mehr in realen Werten gedeckt ist. Eine Absicherung kann also nicht gegeben sein. Es ist richtig: „Die Geldmenge wäre vollständig unter Kontrolle“. Aber unter wessen? Es ist ironisch, dass die „unsichtbare Hand des Marktes“ als egoistisch jedoch die „öffentliche Hand“ als gemeinnützig gilt. Dabei gehören Sie dem gleichen Körper an, während sie im zweiten Fall jedoch durch den Staat gefesselt ist. Wie eine Monetative, vierte Gewalt unabhängiger als derzeitige Zentralbanken sein soll, ist mir ebenfalls unklar.

    Huber wirft Jesús Huerta de Soto (HdS) vor, dass der Goldstandard „längst unumkehrbar“ geworden ist. Gleichzeitig gibt er zu, dass die Zeit des Metallgeldes etwa 2500 Jahre gedauert hat, während wir nur seit etwa 100 Jahren ohne (vollständigen) Goldstandard leben. Die Zahlen dürften, genau wie die Heftigkeit der Wirtschaftskrisen seitdem, für sich sprechen. Dass der Goldstandard einmal umgekehrt wurde, dürfte den Schluss zulassen, dass er ebenso wieder umgekehrt werden könnte.

    Für unzulässig halte die die Behauptung, die industrielle Revolution „hätte ohne den Übergang vom Goldstandard hin zur Buchgelderzeugung“ nicht geschehen können. Ist doch die industrielle Revolution vor allem drei Faktoren zu verdanken. 1. Der zunehmenden Intelligenz der Menschen 2. dem technischen Fortschritt 3. Dem Vorhandensein von Kapital, welches investiert werden konnte. Bezeichnenderweise begründet Huber seine Behauptung nicht. Huber hält „Bargeld“ außerdem für ein „Überbleibsel aus vergangenen Zeiten“. Nun, ich erfreue mich daran, angesichts der Überwachung und Ausspionierung, fast nur noch mit Bargeld zu zahlen. Der Bitcoin ist zwar auch ganz nett, aber ich halte realwertgedecktes Geld (zB Gold) für die Zukunft, weil es sicher ist und viel schwerer zu fälschen ist, als ein Papierschein.

    Dass „Finanzierung durch Kreditgeld eine Notwendigkeit für industriellen Wachstum“ ist, ist meiner Meinung nach ein Denkfehler. zB Gold gewährt gerade dadurch Wertstabilität, dass es nicht beliebig vermehrbar ist und alleine schon der technische Fortschritt von etwa 3% pro Jahr sorgt dafür, dass Waren günstiger werden, wenn die Geldmenge gleicht bleibt (Goldschöpfung wächst zB ca 1% pro Jahr). Was kann es Schöneres geben, als wenn sich Warenwerte ständig verbilligen, oder anders ausgedrückt, der Wert des Geldes steigt? Überleg mal, welche Chancen für wirtschaftliches Wohlergehen darin stecken, wenn dadurch sogar noch Inflation vermieden wird!

    Huber ist zwar der Meinung, dass „in der Rückkehr zu einem Goldstandard das Gold bald zu knapp werden würde“, begründet dies aber nicht. Laut ihm, „liegt der Wert eines Geldes nicht im Geld an sich“. Dies ist richtig aber erst durch eine wertstabile Ware, die als Geld Vertrauen findet, wird es zu Geld. Um romantisch zu werden: Seelische und/oder körperliche Zuwendung zu einem Menschen entstehen durch Liebe. Liebe selbst ist nicht das Ziel, sondern die Voraussetzung, damit sich in der Realität diese Handlungen vollziehen können.

    Huber wirft HdS vor, „der Frage nicht nachzugehen, in welchem Umfang eine wachsende Wirtschaft eine wachsende Geldmenge benötigt“. Er selbst jedoch lässt nicht erkennen, warum dies überhaupt der Fall sein sollte. Geld ist lediglich eine Ware, welche reellen Gütern einen Wert (Preis) auf dem Markt erkennen lässt. Geld ist ein Mittel, kein Zweck. Ich jedenfalls arbeite nicht „für Geld“, sondern um mir „mit Geld“ Güter zu kaufen. Von Geld selbst habe ich nichts. Es ist lediglich die Ware, die mir am geeignetsten erscheint, andere Güter zu kaufen, weil sie von anderen als sinnvollste Ware angesehen wird, sich ebenfalls die Güter zu kaufen, die sie benötigen. Theoretisch ist Geld nicht nötig. Aber kaum etwas ist so nützlich wie Geld.

    In eben die gleiche Kerbe schlägt der Vorwurf „Marktapologeten maßen sich an, besser als andere die Verteilungsgerechtigkeit des Marktes zu verstehen“. Befürworter eines freien Handels (und deswegen der freien Wahl des Geldmittels) maßen sich theoretisch nicht viel an. Sie wollen frei sein, eigene Entscheidungen zu treffen und räumen anderen, im Gegensatz zu Etatisten oder Sozialisten, ein, dieses tun zu dürfen. Wer maßt sich mehr an: Jemand der anderen Freiheit lässt oder jemand, der anderen vorschreiben möchte, wie und mit welchen Mitteln sie handeln? Es soll übrigens tatsächlich der Fall sein, dass in einer freien Wirtschaft gerade die Schwachen von der Stärke der Starken profitieren; eine Sache, der ich unbedingt nachgehen und recherchieren will.

    Huber ist anscheinend der Meinung, eine übergeordnete, ordnende Kraft (zB von sogenannten Experten) könne die Zukunft wissen und Eingriffe in das Leben und das Wirtschaften der Menschen sei dadurch gerechtfertigt. Das schließe ich daraus, dass er Pro-Inumlaufbringung von Geldmenge durch den Staat ist. Interessanterweise besteht eine Regierung indes selten aus Experten, sondern aus den Psychopaten, die die Leute am besten belügen können. Die Experten arbeiten in der Privatwirtschaft, denn dort ist das Geld. Sie beraten lediglich die Psychopaten, die die Gesetze durchpeitschen, die den Experten dann ermöglichen, möglichst viel Geld aus dem Staatsmonopol zu schlagen. Selbstverständlich bringt Huber weder moralische noch historisch erfolgreiche Begründungen für die Existenz von Experten, denn er ist ja schließlich damit beschäftigt, HdS mit Bezeichnungen wie „Rückwärtsgewandheit“, „Morallosigkeit“ oder „Weltfremdheit“ zu beschimpfen. Ein echter Experte eben! Dass Bevormundung und Umverteilung gerade unmoralisch sind, lässt ihn als Staatsgläubigen erkennen und dazu passt es dann auch, dass selbst der derzeitige Papst für die Vollgeldinitiative ist.

    In seinen eigenen Behauptungen verstrickt sich Huber, wenn er behauptet, „Neo-Austrians glauben durch eine Rückkehr zu einem fixierten Sachwertstandard Probleme lösen zu können“. Dies ist eben nicht der Fall. HdS schlägt dieses bloß vor und kann sich dabei auf mindestens 2500 Jahre Geschichte berufen. Der Punkt ist, dass der Markt freier Menschen es gerade jedem Einzelnen belässt, sich des Geldes zu bedienen, dessen er am meisten vertraut. Als Befürworter eines freien Marktgeldes, hat HdS in Zukunft eben keinen Einfluß auf die Handlungen von Anderen. Aber mit ein wenig geschichtlicher Bildung und ökonomischem Sachverstand kann man davon ausgehen, dass sich Menschen als Geldmittel nicht wertloses Papiergeld, zerbrechliche Eier oder die seltenste Briefmarke der Welt suchen werden, sondern Mittel, die geeignet sind. Es ist bezeichnend, dass es Bestrebungen zu einem Weltstaat und somit auch zu einer Weltwährung gibt, während es mit Gold ein Geldmittel gibt, das für 2500 Jahre bereits weltweit als Geld gedient hat. Die Weltwährung ist schon gefunden und muss weder von Experten ausgedacht noch mit zwangspolitischer Monopolmacht und viel Steuergeldverschwendung durchgedrückt werden. Und wenn das Vertrauen der Marktteilnehmer morgen ein anderes Geldmittel zu Stande kommen lässt, dann kann keine Regierung der Welt etwas dagegen tun. Schließlich konnten Muschelgegner nichts dagegen tun, dass Muscheln zeitweise als Geldmittel fungiert haben. Reisgeldgegner waren ebenso wie Zigarettengeldgegner ohnmächtig ob der Wahl der Menschen. Ist Gold als Währung verboten? Ja! Kaufen die Menschen trotzdem Gold? Ja! Ich werde angesichts der wirtschaftlichen Aussichten sicher bald damit beginnen. Huber schreibt, „der Goldstandard hat ohnehin nie gehalten, was man sich von ihm versprochen hat, weil die Gold-Geld-Relation immer wieder abgeändert oder vorübergehen ausgesetzt wurde“. Eben!

    Huber wirft den Austrians vor, „keinerlei Verständnis für die staatliche Geldhoheit zu haben“. Es gibt meiner Meinung Schlimmeres, als kein Nationalist zu sein. Selbst die Internationalisten wie alle großen deutschen Parteien merken nicht, dass sie durch ihre Grenzziehungen die Menschen eher behindern als fördern. Man ist ja heutzutage völlig verwirrt. In manchen Dingen soll man nationalistisch denken und nationale Souveränität befürworten, in anderen Dingen ist internationaler Nationalismus an der Tagesordnung. Das Einzige, was Sinn macht, ist, für sich selbst zu denken. Selbst die ganzen Linken sind mittlerweile völlig genervt. In einer linksalternativen Radiosendung hörte ich den Satz „Ich will doch einfach nur meine Ruhe“. Das ist die richtige Einstellung!

    Huber wirft HdS vor, „eine Generallösung“ zu propagieren und merkt nicht, dass es keine gibt, weil niemand die Zukunft kennt. Huber beschuldigt die Theorien von HdS „ideologischen Charakter“ anzunehmen. Nur, wie kann ein auf Freiheit basierendes System eine Ideologie haben? Huber unterstellt den Neo-Austrians, „anti-staatliche blinde Flecken“ zu haben. Was ist daran verwerflich, ein Monopol abzulehnen? Huber hebt die „das politisch sensible Rechtsgut als Zeichen von Souveränität einer Nation“ hervor. Wieso sollte eine Nation nicht das Recht haben, auf manchen Gebieten antinational zu denken und zu handeln? Huber ist der Meinung, „die heutige Zentralbank wäre weit davon entfernt, eine Zentralplanungsagentur“ zu sein. Er sieht nicht, dass Politiker und Privatbanker diese als solche benutzen können. Huber kritisiert die „Megabanken“ und verschweigt, dass diese nur durch das staatliche Geldmonopol zu ihrer Größe aufsteigen konnten. Solange eine Megabank gute Arbeit macht, habe ich theoretisch nichts gegen sie. Ihr „Mega“ wäre dann für mich verdient. Huber sieht nicht, dass der Wettbewerb Banken dazu bringen würde, das bestmögliche Geld anzubieten. Denn Niemand wäre so blöd, nicht zu der Bank zu wechseln, die ein wertgedecktes, nicht beliebig vermehrbares und von Spekulation getrenntes Geld anböte, wenn es erlaubt wäre. Und dieses System wäre auf einem freien Markt so reizvoll (weil es Geld bringt), dass es auf jeden Fall angeboten werden würde.

    Huber wirft HdS vor „die pro-aktive Rolle der Banken auszublenden“ und die „Bankenindustrie für ihre Fehler nicht verantwortlich zu machen“. Das kann sein und ich habe das Buch von HdS nicht gelesen. HdS dürfte allerdings ein Buch geschrieben haben, welches ein besseres System aufzuzeigen versucht und nicht eines, welches vorranging die beschimpft, die innerhalb eines schlechten System schlecht handeln. Ein schlechtes System dürfte im Allgemeinen vor allem den Effekt haben, dass es schlechtes Handeln begünstigt. Ein System kann ja nicht selbst handeln. Die Rolle der Austrians ist deshalb so wichtig (und wird deshalb so von ihren Profiteuren bekämpft), weil sie uns aufzeigen, dass wir nur aufgrund von schlechten Bedingen schlecht handeln. Die zwingende Logik von Austrians (zB von van Mises, Rothbard oder Hoppe) ist der Hinweis, dass ein freies System uns zwingt, uns friedlich zu einigen, da wir selbst so die besten Chancen auf Wohlstand haben. Wer hätte das gedacht?! Selbst Egoisten (wie die bösen privaten Banken) könnten nur bestehen, wenn sie sich bestmöglich verhalten. Eine bessere Nachricht gibt es nicht!

  • Antworten Juni 11, 2014

    Clara Weinberg

    Für eine kurze Zeit war für mich die Monetative eine Alternative. Allerdings nur bis zu dem Punkt, an dem ich mich wirklich mit dem Geldsystem beschäftigt habe. Es klingt vor allem für diejenigen Unwissenden gut, die das eigentlich richtige Gefühl haben, dass am System selbst was geschraubt werden muss. Dass der Systemfehler eigentlich daran liegt, das überhaupt am freien System rumgeschraubt wurde, wird einem erst klar, wenn man die dankbaren Thesen der Österreichischen Schulde der Ökonomie liest.

    Als Lesetipps: „Geldreform“ von Thorsten Polleit:
    >> Hier kostenlos: http://www.thorsten-polleit.com/TPMvPNov10-II.pdf

    oder Hülsmann: Ethik der Geldproduktion

  • Antworten Juni 11, 2014

    Martin Schwista

    @ Dirk:

    Lies Dir mal Hans Hermann Hoppes Bücher durch, da haste keine Fragen mehr..

    Gibt auch viele Lesungen von ihm online kostenlos zum Hören oder Downloaden. zB auf der Internetseite von Mises.org. Einfach unter „Media“ nach Hoppe suchen und nach den Vorträgen schlackerst Du mit den Ohren

  • Antworten Juni 11, 2014

    Valentin Kohlenkampf

    Richtig, Frau Kablitz! Die Methode ist falsch. Die Welt ist ja auch nicht sicherer, weil der Staat das Monopol auf Gewalt hat.

    Lieber Dirk Baumeister, die Artikel sind ziemlich lang und ich muss zwar arbeiten aber ich werde während der Mittagspause mal etwas lesen. Ich werde mir den zweiten Artikel über die Lektüre von Jesús Huerta de Soto verknüpfen. Vielleicht kann ich Anhaltspunkte machen. Ich bin ebenfalls neu auf dem Gebiet und arbeite mich gerade ein. Auch mir scheint die Österreichische Schule am erkenntnisreichsten.

    Vorab: Mises, Rothbard oder Hoppe stützen ihre Ablehnung gegen zentralistische Planung darauf, dass eine kleine Gruppe, von selbst die besten Experten, nicht wissen kann, was für andere gut und angebracht ist und somit nur scheitern kann. Außerdem ist zentralistische Planung ein zu großer Anreiz für Korruption. Zusätzlich darf man wohl anmerken, dass sich diejenigen zu rechtfertigen haben, die sich anmaßen, für andere zu sprechen. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass es die Monopolisten geschafft haben, das Wort „Freiheit“ durch das Wort „Kapitalismus“ zu ersetzen und sie so unbemerkt schlecht reden zu können. Gestern las ich Henry Hazlitts „Economy in One Lesson“ und dort merkt er an, dass ein „Arbeitslohn“ im Grunde ein „Preis“ ist, und es die Monopolisten auch hier geschafft haben, den Menschen einzureden, das man einen „Lohn“ danach beurteilt ob er „fair“ ist anstatt ob der „möglich“ ist. Das Buch macht einem auf anschauliche Weise klar, dass ein Arbeitnehmer, der das Glück hat durch ein Mindestlohngesetz einen höheren Lohn zu erhalten, anschließend auch einen höheren Preis für die Ware bezahlen muss, die er geholfen hat herzustellen.

    Mein bisheriger Eindruck zum Artikel „neo-austrians-zwischen-free-banking-und-gold-standard-lektuere-hds“ ist, dass HdS vorgeworfen wird, er sei pro-Turbokapitalismus. Nun, im Gegensatz zum Staat, der machen kann was er will, ist Turbokapitalismus daran gebunden, das zu tun, was für den Konsumenten am besten ist. Pro-Turbokapitalismus heißt also pro-Endkonsument. Es gibt Schlimmeres als sich am wirklichen Bedarf der Menschen und dem tatsächlichen Markt zu orientieren. Näher an den Menschen und an der Realität kann man nicht sein.

    Auch wird HdS vorgeworfen, er sei „traditionell“ und „unmordern“, weil er goldgedeckte Währung befürwortet. Nun, auch Brotbacken ist „traditionell“ und es stört mich nicht, dass ich, wenn ich Brot kaufe, mich „unmodern“ verhalte. Ich habe wenig Lust auf Astronautennahrung. Eine wertgedeckte (zb durch Gold, weil universell geschätzt, wertstabil, wertvoll und haltbar) Währung ist nicht traditionell oder unmodern sondern logisch und deswegen ökonomisch sinnvoll. Geld ist nämlich nichts anderes als eine Ware! Im Gegensatz zu einer durch ein Monopol geschützte und dadurch beliebig ausdehnbare, an sich fast wertlose Papiermenge, klingt eine goldgedeckte und darum nicht beliebig ausdehnbare Währung wie der Himmel auf Erden. In diesem „traditionellen“ Sinne: Zurück in die Zukunft!!

  • Antworten Juni 10, 2014

    Dirk Baumeister

    Vorweg: Ich selbst, ökonomischer Laie, finde die Österreichische Schule (bisher) am überzeugendsten.
    Nun übern die Anhänger der Vollgeld-Theorie ja auch deutliche Kritik an der Österreichischen Schule, beispielsweise in den folgenden drei Artikeln:
    http://vollgeld.de/artikel-free-banking-und-goldstandard/
    http://vollgeld.de/neo-austrians-zwischen-free-banking-und-gold-standard-lektuere-hds
    http://vollgeld.de/currency-versus-banking
    Da ich in Sachen Volkswirtschaftslehre und Geldtheorie ziemlich unbedarft bin, wäre ich sehr erfreut darüber, wenn man mir (möglichst detailiert) darlegen könnte, was aus Sicht der Österreichischen Schule in den Artikeln falsch dargestellt wird.
    Ich gebe mich selbstvertändlich auch mit Verweisen auf bereits bestehende Literatur (Bücher, Internet) zufrieden und bin jedem verbunden, der es auf sich nimmt, mich aufzuklären

  • Antworten Juni 8, 2014

    martini

    Das sehe ich auch so. Ein Geldmonopol ist grundsätzlich eine große Gefahr. Diese „Monetative“ hätte eine ungeheure Macht. Das ist Fakt. Das lässt sich auch nicht wegdiskutieren mit „aber heute haben EZB und Goldman Sachs ungeheure Macht“.
    Ja, aber es wird doch nicht dadurch besser, wenn man die Personen an der Spitze der Pyramide austauscht und dem Ding einen anderen Namen gibt.
    Wir brauchen keine 4. Gewalt sondern weniger Gewalt.

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