Frauen werden um 21% schlechter bezahlt als Männer?

Das Statistische Bundesamt konstatiert eine mangelnde Gleichbehandlung von Männern und Frauen, weil der durchschnittliche Bruttostundenverdienst 2015 bei den Frauen rechnerisch um 21% geringer war.
https://www.destatis.de/…/…/Dimension1/1_5_GenderPayGap.html

So lügt man mit Statistik !

Zunächst werden einige Bereiche, insbesondere der öffentliche Dienst, wo es eine absolut gleiche Bezahlung gibt, aus der Betrachtung ausgeklammert: „Beschäftigte in der Landwirtschaft, in der öffent­lichen Verwaltung sowie in Betrieben mit bis zu zehn Beschäftigten werden nicht berücksichtigt.“

Tatsache ist: Frauen verdienen nicht für die gleiche Arbeit unterschiedlich viel. Sondern sie verdienen insbesondere aufgrund anderer Tätigkeiten im Ergebnis durchschnittlich weniger. Das ist eine ganz andere Aussage.

Denn die Höhe des durchschnittlichen Verdienstes hängt stark von der Branche ab.
siehe: http://www.steuerklassen.com/gehalt/durchschnittsgehalt/

Dieser Aspekt wird vom Statistischen Bundesamt ausgelassen und das Ergebnis dadurch bewusst verfälscht. Denn die unterschiedlichen Berufe werden in der Statistik nicht berücksichtigt.

Die Implikation, dass Frauen generell weniger verdienen, ist falsch. Für substantielle Aussagen müssen die Einkommen in einzelnen Berufen miteinander verglichen werden. Also Klempner und Klempnerinnen, Erzieher und Erzieherinnen, Lehrer und Lehrerinnen. Dies muss man für alle Berufe separat machen. Aus den dort ggf. jeweils bestehenden Differenzen bei der Bezahlung kann dann der Durchschnitt gebildet werden.

Wenn nun Frauen mehr in schlechter bezahlten Berufen arbeiten, verdienen sie natürlich weniger. Wer welche Berufe ergreift, kann man hier nachschauen:https://de.statista.com/…/frauenanteil-in-verschiedenen-be…/

Wenn allgemein Frauen für gleiche Arbeit schlechter bezahlt würden, hätte das Auswirkungen auf den Gewinn der Firmen. Die Beschäftigung von Männern wäre dann gewinnmindernd. Kurz: es müsste in ähnlichen Betrieben eine Korrelation von Gewinn und Frauenanteil geben. Gibt es das nicht, ist die These von unterschiedlichem Gehalt nicht zu halten. Kurz: es wird gelogen.

Es müsste sogar so sein, dass Frauen bevorzugt eingestellt werden, weil das ja für die Unternehmen vorteilhaft wäre, wenn sie dadurch geringere Kosten und höhere Gewinne hätten. Folglich müsste es außerdem bei Frauen in allen Berufen eine signifikant niedrigere Arbeitslosigkeit geben. Auch das scheint nicht der Fall zu sein.

Fazit 1: Die hier gemachte Aussage des Statistischen Bundesamtes ist komplett unbrauchbar und irreführend.

Fazit 2: Das Ergebnis scheint zweifelsfrei politisch motiviert.

Rebloggt von: https://www.facebook.com/Parteidervernunft/photos/a.117198825016723.16267.111036808966258/1294357677300826/?type=3&theater


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Besitzer einer kleinen Softwarefirma. Vater von drei Kindern.
Interessiert an: Lesen, Programmieren, PdV, Freiheit, Wirtschaft, Geld, SF, Fantasy, ‚Österreichern‘, Wissenschaft
Ungeeignet als: Politiker, Diplomat, Bürokrat.

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