BNN, Fake News und Postfaktisches

Die BNN „reißt“ es in Ihrem 72 Jahrg. Nr 19 24.01.2017 Überschrift kann man noch angehen lassen „Frankreich plagen heftige Strom-Sorgen“ nun auch dafür haben wir den Stromaustausch auch über Grenzen, den haben wir, egal was wer auch immer schreibt. Es gibt derzeit keine langfristige günstige Möglichkeit Strom zu speichern, wer was anders behauptet lügt – Punkt.

Aber dann geht es los mit „postfaktische“ auf jeden Fall teilweise Zitat einer “ Atomexpertin“ von Greenpeace (man was bin ich politisch korrekt heute). Kein Experte sondern eine Expertin, sogar mit Namen – „Susanne Neubronner“ – und was sagt sie? „Die Erneuerbaren bieten die Möglichkeit bei Engpässen flexibler zu reagieren“. Das ist so verquer, daß es für mich unter fake-news fällt. Erst einmal die erneuerbaren Energien fallen an wann sie wollen, nicht wenn und wann sie sollten. Wenn es einen Tag mit Sonnenschein oder Sturm gibt haben wir auf einmal höhere Kapazitäten, dann müssen aber auch andere Kraftwerke die IMMER produzieren können gedrosselt werden und /oder man muß den überschüssigen Strom anders los werden. Nur kann „man nicht flexibler“ reagieren sondern man muß viel flexibler sein. Und dann haben wir solche Tage wie gestern hier bei uns. Nebel, -10° C kein Wind. Wo kommt dann unser Strom her – unliebe „Expertin“?. Das sind dann so Tage wo unsere Reservekraftwerke angeschmissen werden müssen (astronomisch teuer) um die so unzuverlässigen erneuerbaren Energien zu ersetzen. War aber glaubt das war schon alles der kennt die BNN immer noch nicht. Natürlich auch von dieser Expertin.

Ich zitiere noch mal die (!) sind von mir: „Die Regierung lernt (!) jetzt (!) hoffentlich, dass das Verlassen auf eine einige – noch dazu unsichere(!) – Energiequelle langfristig zu massiven Problemen führen wird“.  Was Sie wohl mit unsicher meint? Sicherlich die Möglichkeit von GAUS die ja bei AKWS alltäglich sind denn GAU = Standardbetriebsart von AKWS, andauernd nur „größte anzunehmende Unfälle“. Faktencheck: http://www.tagesspiegel.de/wissen/stromerzeugung-opfer-der-energie/3986380.html . Verweist auf das Original: https://www.newscientist.com/article/mg20928053.600-fossil-fuels-are-far-deadlier-than-nuclear-power

Gehen wir weiter mit möglichen Unsicherheiten. Wann fallen dieses AKW aus? Dazu müsste man Statistiken finden die die versch. Laufzeiten  vergleichen. Im Netz wurde ich fündig: https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/studie-stromgestehungskosten-erneuerbare-energien.pdf, dort steht zumindest wie lange die verschiedenen Kraftwerke produzieren:

Wind onshore Standard schlecht. 1300 Stunden / Jahr  (Auslastung: 14 %)
Wind küstennahe                            2700 Stunden / Jahr (Auslastung ca 28 %)
Wind küstenfern                          4000 Stunden / Jahr (Auslastung ca 45,5 %)

Braunkohle                                    6200 Stunden / Jahr (Auslastung: 71,9%)
Steinkohle                                      6000 Stunden / Jahr (Auslastung: 68 %)

Rechnen wir mal um ein Jahr hat Stunden: 365,x * 24 = 8760 (sieh Auslastung)

Mehr kann man auch in http://www.forschungsradar.de/uploads/media/AEE_Dossier_Studienvergleich_Volllaststunden_juli13.pdf finden:

AKW   6800 – 8300 Stunden / Jahr.

Bei Sonnenenergie kann man überschlagen das maximale Maximum ist realistischerweise geringer als Wind. (Den es nicht interessiert ob die Sonne scheint oder nicht)  also rein prinzipiell tippe ich mal auf < 1300 Stunden. Schauen wir mal: https://blog.stromhaltig.de/2014/06/analyse-der-vollaststunden-fuer-deutschland/, so so unter 1000, damit sind wir aber so was von flexibel – ganz speziell nachts in Deutschland.

Somit haben wir es hier mit fake-news oder postfaktischen Aussagen zu tun. Die AKW fliegen uns nicht permanent um die Ohren. Sie laufen länger im Jahr als jedes andere Kraftwerk!

Energie in Grafiken: https://www.energy-charts.de/

Und hier die Anzahl von Toten bei den verschiedenen Arten der Energieerzeugung/Gewinnung:https://liberalesinstitut.wordpress.com/2011/03/23/welche-risiken-sind-nicht-tragbar/

Und jetzt mache ich es mal neben den Fakten wie die Hexenjäger der ökologisch faschistischen Fraktion:

Die Expertin macht bei allen Stromerzeugungen mit. Sei es Kohle oder AKW und Gewalt ist dabei ein legitimes Mittel: https://rdl.de/person/susanne-neubronner, aus der Atomwissenschaftlerin wird: http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein-am-sonntag/hier-koennte-ein-atommuell-endlager-entstehen-id3320781.html

Achtung kein Witz: „Susanne Neubronner (33) aus Hamburg ist studierte Kulturwissenschaftlerin

Also nicht mal in diesem Bereich wo Sie von den BNN als Expertin ausgewiesen wird hat diese Frau irgendetwas studiert. Ok, Experte ist kein geschützter Begriff, was wohl auch die Inflation an Experten erklärt.

Wer die Dame näher kennen lernen will. kann auch da versuchen: https://www.couchsurfing.com/people/suseneubro, Erklärtes Ziel „my work is to safe the world from nuclear power“.

Zur Knappheit in Frankreich Überschuss der Importe nach Deutschland 10,8 Twh. (siehe https://www.energy-charts.de/exchange_de.htm). So knapp scheint es mit dem Strom auch nicht her zu sein. Schauen wir mal: 1 TW = 1 000 000 000 kW

1 Tw also gut eine Mrd. kw. Eine Kwh kann man mit ungefähr 0,2 ¢ ansetzen also 10,8 * 1000000000 * 0.2 = 2 160 000 000.0 , also für grob 2 Mrd haben wir Strom aus F importiert einem Land mit „heftigen“ Strom-sorgen.

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Besitzer einer kleinen Softwarefirma. Vater von drei Kindern. Interessiert an: Lesen, Programmieren, PdV, Freiheit, Wirtschaft, Geld, SF, Fantasy, 'Österreichern', Wissenschaft Ungeeignet als: Politiker, Diplomat, Bürokrat.

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