Die Mythen der Demokratie – Unser Geldsystem mit direktem Blick in die Hölle

Die zu astronomischen Bergen aufgetürmten Schulden wurden nun möglich, weil wir ein Geldsystem haben, das zutiefst unmoralisch ist und ausschließlich einer kleinen „Elite“ dient. Es besteht seit rund 100 Jahren kaum noch eine oder inzwischen überhaupt keine Deckung mehr an einen Wert wie z.B. Gold oder Silber. Die Staatschulden sind die Folge katastrophaler Haushaltsdefizite, die dermaßen außer Kontrolle geraten sind, dass eine Abtragung vollkommen utopisch ist.
Aber – alles demokratisch legitimiert!

Diese Schulden, die je nach demokratischer Struktur entweder staatlich, privat oder auf Unternehmerseite gemacht wurden, waren nur möglich, weil die Staaten sich die Kontrolle über das Finanzsystem angeeignet haben. Mittels Zentralbanken legen unsere Regierungen fest, wer das Geldmonopol innehat, in welcher Höhe und auf welchem Wege das Geld ausgegeben wird, wie hoch oder niedrig die Zinsen sind, wer von der Geldschwemme profitiert.
Aber auch das – alles demokratisch legitimiert und zum Wohle der Allgemeinheit!

Haben Sie trotz der immer häufiger auftretenden „Finanzkrisen“ den Eindruck, Sie könnten daran irgendetwas ändern? Gibt es in diesem Land mehr als eine Handvoll gewählter Demokraten, die die kleine Minderheit erhören, die in diesem Treiben die berechtigte Sorge des Untergangs sehen und erkennen, diese auch artikulieren und rufen: „Der Kaiser ist ja ganz nackt!“?

Ein Demokrat, der die Macht und Fähigkeit hat, unsere Geisterfahrt zu beenden? Nein, natürlich nicht! Sie dürfen nur wählen, welche der Parteien Sie schneller und gewinnbringender verkaufen wird. Wir werden Zeitzeugen wie alles in sich zusammenbrechen wird. Wir verlieren seit Jahren absolut alle Freiheiten, weil diese Menschen, die behaupten uns zu repräsentieren, die größten Unterdrücker der Geschichte geworden sind.

Dabei ist der blinde Glaube in die Demokratie eigentlich ein relativ neues Phänomen – die Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika, dem Land, das vor langer Zeit mal ein freies Land war, zeigten sich gegenüber der Demokratie äußerst skeptisch. Benjamin Franklin:“Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Lamm darüber abstimmen, was sie zu Mittag essen wollen. Freiheit ist hingegen ein gut bewaffnetes Lamm, das die Abstimmung anficht.“ Auch Thomas Jefferson wird mit den Worten zitiert: “ Demokratie ist nicht mehr als Pöbelherrschaft, wo 51 Prozent der Menschen den anderen 49 Prozent ihre Rechte abnehmen.“

In unserer heutigen Zeit kommt in besonders beachtenswerter Weise noch hinzu, dass über das, was mit unserem Geld geschieht, noch nicht einmal abgestimmt wurde. Es wurde nicht abgestimmt, ob wir damit einverstanden sind, dass nur die Regierung ein Monopol auf Ausgabe besitzen soll, es wurde nicht darüber abgestimmt, ob wir Zentralbanken wollen, die in enger Zusammenarbeit mit den Regierungen dieses Monopol in unfassbar dreister Weise missbrauchen. Wir wurden nicht aufgeklärt, wohin es führen wird, wenn wir immer höhere Schulden zulassen. Wir wurden auch nicht gefragt, ob wir eine Geldmengenvermehrung wollen, die uns das Genick brechen wird, wir wurden nicht gefragt, ob wir Steuern zwangsweise zahlen wollen und ich welcher Höhe und für welche Zwecke, wir wurden nicht gefragt, ob wir den Euro wollten und vor allem wurden wir nicht gefragt, ob wir ein „Fiat-Money“ mit den damit einhergehenden Folgen akzeptieren.

Auch hat uns keiner gefragt, ob wir es gut finden, wenn diese Missgeburt Euro zig-mal „gerettet“ werden muss, niemand hat uns wahrheitsgemäß darüber aufgeklärt, welche Folgen die beschlossenen Gesetze haben, kaum einer der Bürger ist auch nur im Ansatz aufrichtig darüber informiert, welche Spielchen gespielt werden.
Und trotzdem erklären wir die Machenschaften, die in einer Demokratie möglich sind, für legitim. Dabei wird der Ruf nach noch mehr „Demokratie“, also nach noch mehr Staatseingriffen – ironischerweise um die „Benachteiligten“ vor Willkür und Ungerechtigkeit zu schützen – sogar immer lauter. Also Menschen, die selbst schon mehrfach beraubt, belogen und betrogen wurden, verlangen nun von einem gewissenlosen staatlichen Terminator die letzten noch unregulierten Freiheiten demokratisch zu liquidieren. Es ist unbegreiflich, warum. Und über wessen Willkür sprechen wir hier eigentlich?

Nichts hat sich verbessert, wenn Regierungen eingegriffen haben. Gebrochene Versprechen, haltlose Zusagen, blanke Lügen – wo ist etwas wirklich in nennenswertem Umfang dauerhaft Gutes aus Regierungstätigkeiten entstanden? In unserer Demokratie geben die „Schaffenden“ bis zu 70 % ihrer erarbeiteten Leistung an den Staat ab, eine Verschlankung ist nicht absehbar, ganz im Gegenteil.
Wir wollen weniger arbeiten, wir wollen „sinnvoller“ arbeiten, der Leistungsdruck soll nachlassen, der Mensch soll in den Vordergrund rücken – wunderbar, sehr gern! Und zudem: Nichts leichter als das! Man nehme seine Souveränität, Selbstverantwortung, Produktivität und ethischen Werte und hört auf von dem abstrakten Gebilde der Gesellschaft zu fordern. Das wäre ein Anfang.

Schaffen wir Schmarotzer in der Politik und die von unendlich vielen Vorschriften, Regulierungen und Gesetzen profitierenden Subventionsempfänger ab – schaffen wir dieses unselige „Fiat-Money“ ab, kehren wir zurück zu echten Werten, belohnen wir die durch Anerkennung und Wohlstandsmehrung, die uns das Leben einfacher und bequemer machen und bestrafen diejenigen durch Nichtachtung und der sicheren Aussicht auf finanzielle Einbußen, die uns schaden und ausnutzen.

Es ist genug Vermögen da – ob nun in den Köpfen, den Herzen oder den Händen der Menschen. Vermögen, dass es möglich macht, dass alle an den Errungenschaften der Vergangenheit und auch der Zukunft teilhaben können. Dieses inzwischen aus allen Fugen geratene „Demokratiepersonal“ ist parasitär; es saugt uns alle aus und missbraucht ein grundsätzlich sinnvolles System, in dem alle Menschen vor dem Recht gleich sein sollen. Dazu ist „das Personal“ noch so hinterlistig uns einzureden, dass wir als „normale Menschen“ zu blöde sind, unser Leben friedlich und harmonisch mit anderen zu organisieren.

Wo bleiben unsere Verfechter für „soziale Gerechtigkeit“, wenn es um unser Geldsystem geht? Da wird auf die Banken geschimpft, auf die Ausbeuter in den Chefetagen, auf die „Reichen“, auf das fiese Zinssystem – der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Welches teuflische Gebilde dies aber alles erst möglich gemacht hat, dazu kein Wort – ganz im Gegenteil! Noch mehr von der tödlichen Medizin, noch mehr von dem, was schädlich ist. Was ist das doch für ein irrationales, menschenverachtendes Spiel.

Unser seit rund 100 Jahren gültiges Geldsystem ist die Ursache des Übels und hier spricht niemand es deutlicher aus als Ludwig von Mises: “Das eine steht fest: keine wie auch immer geartete Maßnahme der Kredittechnik kann der Wirtschaft das geben, war ihr fehlt. Um die Pläne der Unternehmer durchzuführen, bedarf man eines Bestandes an Produktionsmitteln, nicht an Geld oder Kredit. Dieser Sachverhalt tritt in den Augenblick zutage, in dem die Banken, durch den immer rascheren Fortgang der Hausse ängstlich geworden, die weitere Kreditausweitung einstellen. Sobald der Zustrom zusätzlichen Geldes versiegt, muß das ganze Gebäude der Konjunktur einstürzen.“ (Ludwig von Mises, Nationalökonomie. Editions Union, Genf 1940, S. 511-512)

Bildquelle: rudolf ortner / pixelio.de


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10 Kommentare

  • Antworten Mai 23, 2014

    Kreuzweis

    Tom & Chrissie haben mir mit extrem luziden Argumenten widersprochen.
    Hier ist noch einer, der den Kapitalismus nicht verstanden hat:
    http://www.ef-magazin.de/2014/05/23/5368-interview-spannungsfeld-zwischen-grosskapital-und-politik

  • […] Die Mythen der Demokratie – Unser Geldsystem mit direktem Blick in die Hölle […]

  • Antworten Mai 21, 2014

    Chrissie

    Nein, kreuzweise, die Begriffe sind nicht unscharf. Die Begriffe werden nur vergewaltigt und verunstaltet. Das ist der Unterschied! Ich kann Tom so nicht recht geben, wenn er bescheinigt, dass sie halbwegs durchblicken! Ich sehe da nichts von Verstehen!

  • Antworten Mai 21, 2014

    Kreuzweis

    Ich tue mir immer schwerer, dem Kapitalismus das Wort zu reden. Nicht weil ich wieder vom Glauben abgefallen wäre, sondern weil der Begriff unscharf ist. Ähnlich dem Wort Liberalismus, der ja hier und in den USA ganz verschiedene Bedeutungen hat. Ich rede lieber der Marktwirtschaft das Wort.
    Viele Kapitalismusfreunde scheinen mir blind für zwei Fakten:
    1. Haben Organisationen oder Sippen genügend Kapital gehortet, um Poltikiker bestechen und kaufen zu können (die westliche Trash-Demokratie ist hierfür ideal!) und die Medien zu kontrollieren, so ist auch die Marktwirtschaft ausgehebelt. Diese Kapitalisten hassen nämlich nichts so sehr, wie echte Konkurenz.
    2. Die rote Internationale (und deren Parteigänger) werden vom liberalen Lager zurecht kritisiert. Aber die rote Internationale hat noch eine dunkle Seite, die vom liberalen Lager seltener gesehen wird: die goldene Internationale!
    Beide Internationalen gehören von Anfang an zueinander, wie 2 Seiten einer Münze. Schon Karl Marx hatte rote Kapitalisten zur Seite und auch die „anarchistischen“ Mörder der Zarenzeit hatten stets ihre kapitalistischen Hintermänner und medialen Sprachrohre im Westen. Und vom Trotzki als Geldbotschafter der roten Revolution dürfte eigentlich jeder halbwegs belesene Liberale wissen. Zu glauben, Staatsumstürze ließen sich allein mit fanatischen Revoluzern bewerkstelligen, grenzt an Schamanismus.

    Dieses kriminelle Geldsystem – wie möchte der aufgeklärte Bürger es den Mächtigen eigentlich entreißen? – sehe also auch ich nicht als die Ursache, sondern als Folge, einer gigantischen globalen Kapitalanhäufung. Würden die Liberalen dies anerkennen, so ließe sich vielleicht auch mit einigen Linken eine bessere Gesprächsbasis aufbauen.

    (Etwas OT, doch vielleicht nicht unwichtig:)
    „Gespenstisch zu erfahren, dass die Bienenbestände aufgrund von Pestiziden zum Teil bis zu 30% zurückgehen.“

    Glauben Sie mal den Imkern nicht allzuviel, denn deren Hirne sind allzuoft auch nur grün versifft. Die Bienen krepieren zumeist an „multikultureller Bereicherung“. Da einigen Imkern die Produktivität der europäischen Bienenrassen nicht hoch genug war, verfielen sie darauf, überseeische „Lohndrücker“ zu importieren – und mit ihnen die Varoa-Milbe, den Hauptkiller. Jedoch werden die Völker mittlerweilen durch eine Menge weiterer eingeschleppter Krankheiten dezimiert. Für die meisten Imker sind jedoch, dank grüner Propaganda, immer die pöhsen-pöhsen Pharmakonzerne schuld. (Ähnlickeiten mit menschlichen „multikulturellen Bereicherung“ erkennt nur, wer ‚böse‘ genug ist, alle einprogrammierten Denkbestimmungen auszuräumen.)
    Seit ich heuer gesehen habe, welch ein Jauchewasser die lieben Tierchen gierigst bei mir abholten um es in den Honig zu spucken, habe ich meinen Zweifel darüber, ob roher Honig ach-so-gesund ist …
    (www.deutschlandradiokultur.de/muss-biene-maja-in-rente.993.de.html?dram:article_id=154513),
    (www.deutschlandradiokultur.de/schoen-aber-giftig.993.de.html?dram:article_id=154582),
    (www.deutschlandradiokultur.de/forscher-warnen-vor-angeblicher-hungersnot-nach-einem.993.de.html?dram:article_id=154577)

    • Antworten Mai 21, 2014

      Tom

      Lieber Kreuzweis; Sie gehören ohne Frage zu denjenigen, die zwar einige Dinge kapiert haben, aber eben nur partiell – der Gesamtüberblick fehlt, so dass Sie z. B. den Zusammenhang zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus missverstehen, da Sie den Begriff „Kapitalismus“ gar nicht verstanden haben. Ihre Rabulistik einer „gigantischen Kapitalanhäufung“ ist Unsinn, vermutlich meinen Sie die gigantische Geldblase um die es genau hier geht und die es immer gab, wenn künstlich Geld geschaffen wurde
      Vielleicht haben Sie aber auch Ihre Bienen zu oft gestochen!?:-)

  • […] Die Mythen der Demokratie – Unser Geldsystem mit direktem Blick in die Hölle […]

  • […] Original: http://cafeliberte.de/die-mythen-der-demokratie-unser-geldsystem-mit-direktem-blick-in-die-hoelle/ […]

  • Antworten Mai 19, 2014

    Rolf Wegner

    Tja, Merkur oder Hermes ist der Gott der Händler und der Diebe. Eigentlich müsste er der Gott der Politiker und der Diebe sein. Es geht eben um Staatsglauben.

  • Antworten Mai 19, 2014

    Sven Magleichsehn

    Zur Verteidigung der vielen blinden Staatsgläubigen, denen ich bis vor kurzem wohl aus zuzurechnen war. Man muss das Glück haben oder die Ausdauer beweisen, auf die libertären Argumente zu stoßen, denn, mit gutem Grund der Nutznießer, ans Herz getragen werden sie einem nicht. Dass unser Staat nicht dafür sorgt, dass wir mit ihnen in einer fairen Auseinandersetzung konfrontiert werden, ist schon an sich ein Hinweis,

    Heutzutage muss man erwähnen, dass auch Mut dazugehört, denn wer sich in unseren Tagen dem Kapitalismus zuwendet, gilt fast als Hochverräter. Als ich letzte Wochen auf dem lokalen Markt (!) den Sohn des dortigen Honigverkäufers mit dem Kapitalismus konfrontierte, durchfuhr sein Gesicht ein schmerzverzerrter Ausdruck und über seine Lippen kam ein angeeckeltes „Oooouuuuuu“. Aber interessiert war er immerhin und offen für Argumente auch. Gespenstisch zu erfahren, dass die Bienenbestände aufgrund von Pestiziden zum Teil bis zu 30% zurückgehen.

    Ich schreibe täglich den Hessischen Rundfunk an, mit der Bitte, sich selbst aufzulösen. Komischerweise ist noch nichts passiert. Dafür haben sie viele Meldungen über Fußball.

  • Antworten Mai 19, 2014

    Friedrich Dominicus

    Dazu gibt es gerade ein neues Buch:
    „Warum andere auf Ihre Kosten immer reicher werden: … und welche Rolle der Staat und unser Papiergeld dabei spielen“

    Oder meinen alten Spruch:
    „Die Politiker benutzen unser Geld um Probleme zu lösen, die wir nicht hätten, wenn die Politiker nicht unser Geld hätten. “

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