Interview mit Susanne Kablitz: Libertäres Programm umsetzen

Susanne Kablitz, Jahrgang 1970, wurde Anfang November zur neuen Bundesvorsitzenden der kleinen libertären Partei der Vernunft (PdV) gewählt. Die selbstständige Fachwirtin für Finanzdienstleistungen, Trainerin und Dozentin rund um Geld- und Wirtschaftsthemen canada goose kensington parka auf der Grundlage der Österreichischen Schule der Ökonomie gründete 2012 den Hayek-Club Krefeld- Niederrhein und ist Mitglied der Hayek-Gesellschaft. Sie schreibt für eigentümlich frei und „The European“. Gegenüber ef erklärt sie hier ihre Ziele als neue Parteivorsitzende. Zusätzlich wird sie Ende November noch einmal die Redaktion besuchen und sich in einem ausführlicheren Video-Interview für efTV (dem gerade gestarteten Youtube- Kanal von eigentümlich frei) den Lesern und Zuschauern vorstellen.

ef: Frau Kablitz, herzlichen canada-goose-outlet-toronto Glückwunsch zur Wahl! Manche Mitglieder waren überrascht. War Ihre Kandidatur spontan oder eher länger geplant?

Kablitz: Meinen besten Dank! Nun, beides, meine Mitgliedschaft besteht schon seit längerer Zeit und ich habe stets aktiv mitwirken wollen. Meine Entscheidung, mich der Wahl zur Bundesvorsitzenden zu stellen, wurde dann allerdings in der Tat nach entsprechender Kommunikation mit den Vorstandsmitgliedern kurzfristig gefällt. Ich freue mich riesig, dass ich nun in einem ambitionierten Team die gemeinsamen Ziele zur Verbreitung libertärer Ideen vorantreiben darf.

ef: Im Mai nächsten Jahres wird die PdV erstmals in ihrer jungen Geschichte bundesweit wählbar sein. Mit welchen Schwerpunkten geht die Partei in diese kommende Europawahl?

Kablitz: Unser Top-Thema ist das in seiner zunehmend auch offensichtlichen zerstörerischen Kraft bestehende staatliche Geldsystem. Nahezu alle derzeitigen Schwierigkeiten bauen auf diesem fatalen Geldsystem auf. Ich beschäftige mich nun seit langer Zeit genau mit dieser Problematik und stelle fest, dass gerade hier sehr viel Aufklärungsbedarf besteht. Es ist mein dringlichstes Anliegen, den Menschen das notwendige Wissen auf verständliche Weise an die Hand zu geben.

ef: Wie lautet das Wahlziel?

Kablitz: Es wird allerhöchste Zeit, endlich wieder libertäre Ideen zu verbreiten, die den Namen auch verdienen. Es wird allerhöchste Zeit, die Menschen für die Werte der Freiheit zu begeistern. Es wird allerhöchste Zeit, die Menschen vor dem „Weg zur Knechtschaft“ – wie Friedrich August von Hayek so treffend formulierte – zu warnen und ihnen die Folgen des eingeschlagenen Weges vor Augen zu führen. Wenn wir hier einen Schritt weiterkommen, ist dies für uns ein wunderbares Ergebnis.

ef: Der Gründungsvorsitzende Oliver Janich wurde zum Spitzenkandidaten zur Europawahl gewählt. Ist er damit nach seinem Rücktritt auch wieder in die Parteiführung mit eingebunden?

Kablitz: Oliver Janich hat hervorragende Arbeit geleistet. Er hat die PdV gegründet und viel Energie und Herzblut hineingesteckt. Dies wird nicht in Vergessenheit geraten. Wir starten nun in eine neue Zeit und ich werde als Bundesvorsitzende alles tun, unsere Kräfte zu bündeln. Oliver Janich ist der Spitzenkandidat für die Europawahl, ich werde meine Kraft und meine Zeit in die Parteiführung investieren. Wichtig ist, dass wir nun unbelastet fortfahren können, dass wir den libertären Ansprüchen, die im Parteiprogramm der PdV formuliert sind, auch die entsprechenden Taten folgen lassen. Das ist unsere Aufgabe, und dieser folgen wir gemeinsam mit viel Enthusiasmus und Begeisterung.

ef: Bei diesem Anliegen gibt es durchaus Konkurrenz: Wie positionieren Sie die PDV gegenüber der AfD, den Liberalen in der AfD, der FDP und Frank Schäfflers Liberalen Aufbruch innerhalb der FDP?

Kablitz: Absolut neutral. Wir möchten für unsere Ideen und Wertvorstellungen werben. Selbstverständlich wünschen wir allen Liberalen viel Kraft und Energie bei deren Etablierung innerhalb der jeweiligen Partei. Der FDP wünschen wir, dass die libertären Stimmen wieder deutlich mehr Gewicht bekommen und gestärkt aus ihrer derzeitigen Krise hervorgehen. Frank Schäffler und seinem liberalen Aufbruch wünschen wir selbstverständlich viel Erfolg und drücken ihm auf seinem Weg die Daumen. Möge ein Ruck durch die FDP gehen, mögen die Augen doch irgendwann einmal wieder geöffnet werden. Frank Schäffler hätte es verdient.


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1 Kommentar

  • Antworten Dezember 9, 2013

    pedrobergerac

    Gerade das Interview gesehen.

    Endlich ein Silberstreifen am Horizont. Viel Glück. Wir werden es Alle brauchen.

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